Ja, heute gibt es ein echtes Kunstwerk. Mit Tafel und Werkschaffenden. Ich hoffe, es gefällt euch.
Mittwoch, 6. Juni 2012
Braunschweig, deine Straßenkunst (4)
Willkommen zurück zur allseits beliebten Fotoparade. Nach den letzten Bleiwüsten-Posts ist diese bunte Auflockerung sicherlich allseits willkommen. Diesmal schauen wir uns wirklich Kunst an, die sich direkt an der Kunstmühle am Ringgleis finden lässt. Die nachfolgenden Werke sind direkt gegenüber des Graffitis, das ich im letzten Post vorgestellt habe.
Wer eine Hochzeit tut, der hat das Aufgebot ohne die GEMA gemacht
Irgendwie beschäftigt mich in letzter Zeit das Thema Hochzeit. Vielleicht, weil an meinem Schreibtisch ein Klebezettel mit Terminen zur Anmeldung der Eheschließung und der Heirat hängt. Wer weiß. Jedenfalls kam mir in dieser intensiven Beschäftigungsphase ein kleiner netter Artikel von netzpolitik.org unter die Augen, den ich euch natürlich nicht vorenthalten möchte.
Es geht darum, dass in Kanada jetzt wohl eine Abgabe beschlossen wurde, die auch bei privaten Veranstaltungen wie Hochzeiten oder Geburtstagen zu entrichten ist, wenn auf dieser Feierlichkeit (geschützte) Musik spielt wird. Dies inspirierte den netzpolitischen Autoren dazu, mal bei der GEMA die Situation in Deutschland zu erfragen. Die Antwort könnte komplizierter und nichtssagender nicht sein, weswegen ich allen Interessierten den schon genannten Link ans Herz legen möchte.
Die Idiotie hinter dieser Sache stärkt mich einmal mehr in meiner Ansicht, dass das Urheberrecht nicht dafür da ist, Privatpersonen zu gängeln, sondern um "Industriespionage" zu verhindern. Dennoch macht das aktuelle Leistungsschutzrecht das Leben aller Privatpersonen plötzlich sehr kompliziert: Plötzlich erscheint es leichter die Steuerklärung auszufüllen als herauszufinden unter welchen Umständen eine legal gekaufte CD eigentlich noch abgespielt werden kann, ohne das weitere Forderungen entstehen.
Womit ich auch gleich bei meinem Punkt ankomme. Konservative Politiker fordern beinahe reflexartig bei Urheberrechtsverletzungen härtere Strafen. (Alles was jetzt kommt bitte ich als Satire anzusehen) Recht so! Aber nur unter der Voraussetzung, dass alle Geburtstags- und Hochzeitsfeiern der vergangenen 70 Jahre nochmals akribisch überprüft und anfallende Forderungen noch gestellt werden können -- ohne irgendwelche politische Immunität, die den Politiker schützen würde. Diese wollen doch immer mit gutem Beispiel voran gehen, also sollen sie es auch!
Die auf diese Art generierten Einnahmen würden die darbende Musikindustrie auf Jahre künstlich am Leben halten. Und die Politiker würden vielleicht endlich einsehen, auf welch falsches Pferd sie gesetzt haben. (Ende der Satire. Ja, erst hier. Denn dass Politiker etwas einsehen können, daran glaube ich genauso wenig wie an den Weihnachtsmann.)
Da fällt mir ein: Ich sollte mir für meine Hochzeit noch einen GEMA-Antrag holen. Es wird zwar nur cc Musik gespielt (das beschließe ich jetzt mal selbstherrlich), aber anmelden muss mensch es ja doch, weil alles so demokratisch und fair geregelt ist. So ist das halt mich Pflichten: Mir wird pauschal unterstellt, dass ich die Musikindustrie verarschen will und ich muss deshalb nachweisen, dass ich es nicht mache. Wie war das nochmal mit der Unschuldsvermutung?
Beim schreiben des Artikels musste ich öfter an meinen Lieblingsartikel der Süddeutschen denken, an den ich gerne erneut erinnern möchte. Das ist zumindest mal ne Basis, auf deren Grundlage mensch weiter diskutieren kann.
Es geht darum, dass in Kanada jetzt wohl eine Abgabe beschlossen wurde, die auch bei privaten Veranstaltungen wie Hochzeiten oder Geburtstagen zu entrichten ist, wenn auf dieser Feierlichkeit (geschützte) Musik spielt wird. Dies inspirierte den netzpolitischen Autoren dazu, mal bei der GEMA die Situation in Deutschland zu erfragen. Die Antwort könnte komplizierter und nichtssagender nicht sein, weswegen ich allen Interessierten den schon genannten Link ans Herz legen möchte.
Die Idiotie hinter dieser Sache stärkt mich einmal mehr in meiner Ansicht, dass das Urheberrecht nicht dafür da ist, Privatpersonen zu gängeln, sondern um "Industriespionage" zu verhindern. Dennoch macht das aktuelle Leistungsschutzrecht das Leben aller Privatpersonen plötzlich sehr kompliziert: Plötzlich erscheint es leichter die Steuerklärung auszufüllen als herauszufinden unter welchen Umständen eine legal gekaufte CD eigentlich noch abgespielt werden kann, ohne das weitere Forderungen entstehen.
Womit ich auch gleich bei meinem Punkt ankomme. Konservative Politiker fordern beinahe reflexartig bei Urheberrechtsverletzungen härtere Strafen. (Alles was jetzt kommt bitte ich als Satire anzusehen) Recht so! Aber nur unter der Voraussetzung, dass alle Geburtstags- und Hochzeitsfeiern der vergangenen 70 Jahre nochmals akribisch überprüft und anfallende Forderungen noch gestellt werden können -- ohne irgendwelche politische Immunität, die den Politiker schützen würde. Diese wollen doch immer mit gutem Beispiel voran gehen, also sollen sie es auch!
Die auf diese Art generierten Einnahmen würden die darbende Musikindustrie auf Jahre künstlich am Leben halten. Und die Politiker würden vielleicht endlich einsehen, auf welch falsches Pferd sie gesetzt haben. (Ende der Satire. Ja, erst hier. Denn dass Politiker etwas einsehen können, daran glaube ich genauso wenig wie an den Weihnachtsmann.)
Da fällt mir ein: Ich sollte mir für meine Hochzeit noch einen GEMA-Antrag holen. Es wird zwar nur cc Musik gespielt (das beschließe ich jetzt mal selbstherrlich), aber anmelden muss mensch es ja doch, weil alles so demokratisch und fair geregelt ist. So ist das halt mich Pflichten: Mir wird pauschal unterstellt, dass ich die Musikindustrie verarschen will und ich muss deshalb nachweisen, dass ich es nicht mache. Wie war das nochmal mit der Unschuldsvermutung?
Beim schreiben des Artikels musste ich öfter an meinen Lieblingsartikel der Süddeutschen denken, an den ich gerne erneut erinnern möchte. Das ist zumindest mal ne Basis, auf deren Grundlage mensch weiter diskutieren kann.
Jetzt erhältlich: Das Humble Indy Bundle V!
Trotz oder wegen Krankheit komme ich endlich dazu diesen Artikel fertig zu stellen. Die Verzögerung erweist sich dabei als vorteilhaft, weil neue Aspekte ans Licht kamen, die ich noch mit einarbeiten konnten. Aber lest selbst.
Ein neues Humble Indie Bundle, das fünfte seiner Art, ist verfügbar. Und es ist ein Bundle der Superlative. Das Startaufgebot besteht aus
Ein neues Humble Indie Bundle, das fünfte seiner Art, ist verfügbar. Und es ist ein Bundle der Superlative. Das Startaufgebot besteht aus
Bastion gibt es nur, wenn mensch mehr als den Durchschnitt bezahlt, alles andere ist ab einen US cent erhältlich. Werden Steam-Keys benötigt, dann liegt das Mindestgebot bei einem US-Dollar. Wie immer gibt es die Spiele ohne DRM und ein Teil des Geldes lässt sich wieder spenden. Als karitative Organisationen sind, wie schon öfter, die Electronic Frontier Foundation und Child's Play vertreten. Soweit also nichts neues.
Neu ist, dass ich mich frage, in wie weit dies noch ein "Indie"-Bundle ist. Mit Psychonauts ist ein Spiel vertreten, welches nicht unbedingt von einer unbekannten Person programmiert wurde: Tim Schafer, dem wohl größten lebenden Adventuregamedesigner auf Erden! Gut, Psychonauts war damals ein finanzieller Flop (weswegen der kommende Nachfolger über Kickstarter finanziert wurde), aber der Gamedesigner ist eine Legende, brachte er uns doch die ersten Monkey Island Teile, Day of the Tentacle und Grim Fandango. Aber vielleicht ist das auch der Grund, warum Schafer zu den Indies gezählt werden kann: Es sind Nerd-Legenden, die ich hier gerade aufgezählt habe. Spiele also, die dem Ego-Shooter-Fan vielleicht gepflegt am Allerwertesten vorbei gehen. Spiele mit Tiefgang und Story, die einen an den Rand der Verzweiflung treiben können, wenn mensch mal nicht weiter kommt. Sowas will doch heute keine mehr spielen, jeder muss alles erreichen können und das ohne viel Aufwand, damit sich niemand beleidigt fühlt. Wer's nicht glaubt, der schaue sich mal aktuelle Diskussionen zu World of Warcraft an ;)
Anyway, mit Schaffer ist eine Legende beim Bundle vertreten. Und das ist auch deutlich zu merken. Innerhalb der ersten 5 Stunden wurden über 1 Million Dollar eingenommen, einen Tag später wurde die 2 Millionen Dollar Grenze geknackt, aktuell steht das Bundle bei 3,1 Millionen US-Dollar bei 8 Tagen Restlaufzeit und ohne die zu erwartenden Zugaben in der Laufzeitsmitte. Damit ist das Indie Bundle V schon jetzt das erfolgreichste Bundle aller Zeiten!
Der Erfolg zeigt wie sich auch mit dieser Art der Verkaufens gutes Geld verdienen lässt, ohne dass dafür die User mit DRM oder ähnliches geknebelt und gegängelt werden müssen. Ich hoffe, das Beispiel macht Schule.
Weniger beispielhaft sollte allerdings die Entscheidung sein, die Limbo in das Bundle brachte. Auch wenn es den meisten Menschen egal sein wird, so ist die über das Bundle verbreitete Version kein nativer Linux-Port sondern eine in crossover gewrappte Windows-Variante. Mit anderen Worten: Im Kern ist es ein erweitertes wine, welches die Windows-Version unter Linux zum laufen bringt -- wenn es denn läuft. Sollte sich dies durchsetzen, so müsste das Humble Bundle in Zukunft sich nicht mehr die Mühe machen Linux-Versionen bereit zu stellen, weil ja alle Windows-Versionen mit wine/crossover lauffähig werden. Es gilt also sich den Anfängen zu erwähren, damit das Bundle auch weiterhin plattformübergreifend bleibt. Im Netzt gibt es auch schon die erste Petition zu diesem Thema, eine ausführlichere Beschreibung des Problems finden sich (in englisch) auf dieser schönen Seite. Ich habe die Petition unterzeichnet, weil ich auch in Zukunft nativ unter Linux laufende Spiele im Humble Bundle haben möchte.
Aber genug gemeckert: Happy Gaming!
Montag, 4. Juni 2012
In the grim darkness of the far future there's only copyright!
Das Urheberrechht erreicht also jetzt die Dritte Dimension, wie Telepolis zu berichten weis? Ein erster Blick und kurzes Nachdenken zeigen, dass es bei Weitem nicht erst jetzt in der Welt der anfassbaren Gegenstände angekommen ist. Doch die Folgen, die 3D-Drucker und rapid prototyping auf unser Leben haben könnten, sind kaum abzusehen. Sicher erscheint aber, dass es für uns teurer werden wird, wenn sich nicht maßgeblich im Urheberrecht etwas ändert. Aber der Reihe nach.
Denkt mensch an geistiges Eigentum und Urheberrecht dann denkt wohl jeder und jede zuerst an die Musik- und Filmindustrie, die in den letzten Jahren mit überzogenen Abmahnung gegen ihre Konsumenten und öftmals auch gegen ihre Kunden vorgingen. Mit Abstand folgen dann die Verlage, deren Digitalisierungswelle gerade erst Fahrt aufnimmt. Dann kommt lange Zeit nichts mehr in der öffentlichen Wahrnehmung. Immer geht es Digitalisate, die sich verlustfrei und beliebig kopieren lassen, nie um anfassbare Objekte. Doch stille Wasser sind tief und die Zeiten ändern sich.
Urheberechtsstreitigkeiten für Objekte sind nicht wirklich neu: Mensch denke an Apple und Samsung, die sich regelmäßig wegen sogenannter Gebrauchsmuster streiten. Das Smartphone des einen sieht zu sehr nach dem Cell Phone des anderen aus und schon werden die Anwälte von der Leine gelassen, Vertriebsverbote erlassen und Schadensersatz gefordert. Kaum ein Tag vergeht, an dem sich nichts über derartige Vorgänge in den Zeitungen finden lässt. Dies sind die Art von Streitigkeiten, für die das Urheberrecht mal gemacht wurde: Zwei Firmen treffen aufeinander und feilschen um Wettbewerbsvorteile.
Dies änderte sich seit Napstar massiv: Nicht mehr der Mitbewerber war das Ziel der juristischen Scharmutzel, sondern der Konsument, der nicht mehr bereit war die Wucherpreise zu bezahlen, die damals vor allem die Musikindustrie forderte. Daraufhin griff der Kunde zur Selbsthilfe. Flankiert wurde dieses Unternehmen durch die flächendeckende Versorgung mit Digitalisaten, die erstmals die Preisidiotie der Majors offensichtlich werden lies.
Prompt wurde gejammert, illegale "Raubkopien" töten Musik -- eine Kampagne, die wie "Home Taping is Killing Music" in den 80zigern den Niedergang der Musik zum apokalyptisches Szenario aufbauschte. Nüchtern betrachtet lässt sich aber feststellen: Weder die Einführung des Kassettenrekorders noch die Erfindung der MP3 haben die grossen Konzerne ruiniert! Beide führten lediglich dazu, dass Majors ihr Vertriebsmodell überdenken mussten, welches sich plötzlich als doch nicht naturgegeben herausstellte -- obwohl die Majors bis heute der Meinung sind, es wäre so.
Dies sind alles mehr oder minder olle Kamellen und bieten kaum Neuigkeitswert. Kommen wir also zur Synthese der objekthaften und der digitalen Kopien und betrachten wir das Neue. Games Workshop Limited (GW) ist eine britische Spieleschmiede, die vor allem für ihre Tapletop-Spiele bekannt ist. Neben dem Fantasyspiel Warhammer haben sie noch das futuristische Warhammer 40k sowie das Lizenzspiel Herr der Ringe im Portfolie. Darüber hinaus haben sie im Backkatalog einige Klassiker, die sie hin und wieder mal limitiert neu auflegen (Blood Bowl, Space Hulk). Diese Firma war schon immer sehr bedacht auf ihr Urheberrecht, was unter anderem die Veröffentlichung eines nicht-kommerziellen Fanfilms verhinderte.
Das Feld der 3D Drucker ist schon lange eine Entwicklung, die GW den Schweiß auf die Stirn treibt. Ich habe mir sogar sagen lassen, es gäbe einige von GW unterhaltene Läden, in denen die lokalen Redshirts Gespräche über rapid prototyping energisch unterbinden. Als Redshirts werden die Mitarbeiter in den GW Läden bezeichnet; einerseits aus Hommage an Star Trek, andererseits auf Grund ihrer roten Berufskleidung. Gespräche über 3D Drucker werden übrigens unabhängig davon abgebrochen, ob diese im Zusammenhang mit GW Produkten stehen oder durch reine technologische Neugier motiviert sind.
Mit der ersten Abmahnung für 3D-Objekte, die jetzt durch GW verschickt wurde, verlagert sich der Kampf ums Urheberrecht von den Festplatten in die begreifbare Welt. Und auch wenn es nur nach einer Kleinigkeit aussieht und es nur um ein Spiel zu gehen scheint, so sind die Implikationen doch bedeutender. Was ist, wenn es irgendwann billiger sein sollte, sich eine Spezialschraube drucken zu lassen als diese im Laden zu kaufen? Oder die selbe Schraube im Laden aus einem Material gefertigt ist, das nicht die benötigte Stabilität aufweißt? Oder diese Schraube gar nicht mehr hergestellt wird? Was passiert, wenn diese Schraube noch urheberrechtlich geschützt ist? Wird dann mit der Druckrechnung gleich noch die Abmahnung rausgeschickt -- inklusive Aufforderung, die Schraube zu zerstören, damit sie nicht widerrechtlich eingesetzt wird?
GW scheint den falschen Weg der Musik- und Filmindustrie gehen zu wollen. Anstatt die neue Technik aufzugreifen, wird sie bekämpft. GW könnte sich rapid prototyping zu Nutzen machen und mit dieser Technik individuelle Charaktermodelle anbieten, die für mehr Variationen auf dem Spielfeld sorgen würden. Oder Spezialteile anfertigen lassen, die Spieler und Spielerinnen schon immer verzweifelt gesucht, aus mangelnden Fähigkeiten aber nie modelliert bekommen haben.
Aber nö. Lieber draufhauen. Ist ja auch ein Kriegsspiel und kein Kindergeburtstag.
Denkt mensch an geistiges Eigentum und Urheberrecht dann denkt wohl jeder und jede zuerst an die Musik- und Filmindustrie, die in den letzten Jahren mit überzogenen Abmahnung gegen ihre Konsumenten und öftmals auch gegen ihre Kunden vorgingen. Mit Abstand folgen dann die Verlage, deren Digitalisierungswelle gerade erst Fahrt aufnimmt. Dann kommt lange Zeit nichts mehr in der öffentlichen Wahrnehmung. Immer geht es Digitalisate, die sich verlustfrei und beliebig kopieren lassen, nie um anfassbare Objekte. Doch stille Wasser sind tief und die Zeiten ändern sich.
Urheberechtsstreitigkeiten für Objekte sind nicht wirklich neu: Mensch denke an Apple und Samsung, die sich regelmäßig wegen sogenannter Gebrauchsmuster streiten. Das Smartphone des einen sieht zu sehr nach dem Cell Phone des anderen aus und schon werden die Anwälte von der Leine gelassen, Vertriebsverbote erlassen und Schadensersatz gefordert. Kaum ein Tag vergeht, an dem sich nichts über derartige Vorgänge in den Zeitungen finden lässt. Dies sind die Art von Streitigkeiten, für die das Urheberrecht mal gemacht wurde: Zwei Firmen treffen aufeinander und feilschen um Wettbewerbsvorteile.
Dies änderte sich seit Napstar massiv: Nicht mehr der Mitbewerber war das Ziel der juristischen Scharmutzel, sondern der Konsument, der nicht mehr bereit war die Wucherpreise zu bezahlen, die damals vor allem die Musikindustrie forderte. Daraufhin griff der Kunde zur Selbsthilfe. Flankiert wurde dieses Unternehmen durch die flächendeckende Versorgung mit Digitalisaten, die erstmals die Preisidiotie der Majors offensichtlich werden lies.
Prompt wurde gejammert, illegale "Raubkopien" töten Musik -- eine Kampagne, die wie "Home Taping is Killing Music" in den 80zigern den Niedergang der Musik zum apokalyptisches Szenario aufbauschte. Nüchtern betrachtet lässt sich aber feststellen: Weder die Einführung des Kassettenrekorders noch die Erfindung der MP3 haben die grossen Konzerne ruiniert! Beide führten lediglich dazu, dass Majors ihr Vertriebsmodell überdenken mussten, welches sich plötzlich als doch nicht naturgegeben herausstellte -- obwohl die Majors bis heute der Meinung sind, es wäre so.
Dies sind alles mehr oder minder olle Kamellen und bieten kaum Neuigkeitswert. Kommen wir also zur Synthese der objekthaften und der digitalen Kopien und betrachten wir das Neue. Games Workshop Limited (GW) ist eine britische Spieleschmiede, die vor allem für ihre Tapletop-Spiele bekannt ist. Neben dem Fantasyspiel Warhammer haben sie noch das futuristische Warhammer 40k sowie das Lizenzspiel Herr der Ringe im Portfolie. Darüber hinaus haben sie im Backkatalog einige Klassiker, die sie hin und wieder mal limitiert neu auflegen (Blood Bowl, Space Hulk). Diese Firma war schon immer sehr bedacht auf ihr Urheberrecht, was unter anderem die Veröffentlichung eines nicht-kommerziellen Fanfilms verhinderte.
Das Feld der 3D Drucker ist schon lange eine Entwicklung, die GW den Schweiß auf die Stirn treibt. Ich habe mir sogar sagen lassen, es gäbe einige von GW unterhaltene Läden, in denen die lokalen Redshirts Gespräche über rapid prototyping energisch unterbinden. Als Redshirts werden die Mitarbeiter in den GW Läden bezeichnet; einerseits aus Hommage an Star Trek, andererseits auf Grund ihrer roten Berufskleidung. Gespräche über 3D Drucker werden übrigens unabhängig davon abgebrochen, ob diese im Zusammenhang mit GW Produkten stehen oder durch reine technologische Neugier motiviert sind.
Mit der ersten Abmahnung für 3D-Objekte, die jetzt durch GW verschickt wurde, verlagert sich der Kampf ums Urheberrecht von den Festplatten in die begreifbare Welt. Und auch wenn es nur nach einer Kleinigkeit aussieht und es nur um ein Spiel zu gehen scheint, so sind die Implikationen doch bedeutender. Was ist, wenn es irgendwann billiger sein sollte, sich eine Spezialschraube drucken zu lassen als diese im Laden zu kaufen? Oder die selbe Schraube im Laden aus einem Material gefertigt ist, das nicht die benötigte Stabilität aufweißt? Oder diese Schraube gar nicht mehr hergestellt wird? Was passiert, wenn diese Schraube noch urheberrechtlich geschützt ist? Wird dann mit der Druckrechnung gleich noch die Abmahnung rausgeschickt -- inklusive Aufforderung, die Schraube zu zerstören, damit sie nicht widerrechtlich eingesetzt wird?
GW scheint den falschen Weg der Musik- und Filmindustrie gehen zu wollen. Anstatt die neue Technik aufzugreifen, wird sie bekämpft. GW könnte sich rapid prototyping zu Nutzen machen und mit dieser Technik individuelle Charaktermodelle anbieten, die für mehr Variationen auf dem Spielfeld sorgen würden. Oder Spezialteile anfertigen lassen, die Spieler und Spielerinnen schon immer verzweifelt gesucht, aus mangelnden Fähigkeiten aber nie modelliert bekommen haben.
Aber nö. Lieber draufhauen. Ist ja auch ein Kriegsspiel und kein Kindergeburtstag.
Sonntag, 3. Juni 2012
Von Burschen in Deutschland und Nazis in Hamburg
Ein gutes Jahr ist es her als die Deutsche Burschenschaft von sich Reden machte: Damals diskutierte sie auf ihrem Burschentag quasi öffentlich darüber, ob nicht eine Art "Ariernachweis" von Bewerben zu verlangen sei. Die ob dieser Diskussion entstandene Medienöffentlichkeit war ihnen mehr als peinlich und sie beschwichtigten, wo immer sie konnten. Diesen Worten folgte -- wie sollte es auch anders sein -- kaum Taten: Lediglich die Einführung des "Ariernachweises" wurde abgelehnt. Danach lief alles so weiter wie bisher.
Welches Geistes Kind die Deutsche Burschenschaft ist zeigt sich jetzt, ein Jahr später, mehr als deutlich. Unter der Überschrift "Offiziell rechtsextrem" lässt sich in der Frankfurter Rundschau folgender Satz lesen: "[...] sie hat gleich zum Auftakt ihres alljährlichen Burschentages in Eisenach einen rechtsextremen Funktionär im Amt bestätigt. Sie rückt jetzt auch ganz offiziell nach rechts." Die also, die damals nur "Einzelmeinungen" absonderten und nicht für den gesamten Verband sprachen, werden nun wieder als Funktionäre des Verbandes bestätigt. Irgendwie steht hier die Aussage in keinem logischen Zusammenhang zur Handlung. Aber so ist das halt mit verbohrten Ideologien...
Der liberale Flügel kündigt, wie vor einem Jahr, auch Angesichts dieses "Fauxpas" erneut die Abspaltung an. Ich vermute, auch hier werden den Worten keine Taten folgen. Es wirkt eher so, als versuche man die "Ehre" zu retten indem man nach außen signalisiert, dass "ja nicht alle so schlimm sind." Falls also wirklich mehr hinter den Aussagen stehen sollte, dann glaube ich dies erst, wenn die Spaltung erfolgt ist und sich die Spalter öffentlich von der rechten Deutschen Burschenschaft distanzieren. Alles andere ist nur inhaltsleere Augenwischerei.
Apropos Rechte: In Hamburg marschierten heute einige hundert rechte Vollpfosten für den "Tag der deutschen Zukunft". Es waren sogar weniger Armleuchter anwesend als ursprünglich erwartet wurden. Bei der Blockade der Demonstrationsroute kam es vereinzelt zu Randalen (NDR) oder zu schweren Ausschreitungen (Frankfurter Rundschau), je nachdem welche Nachrichtenseite mensch ansteuert.
Wie zu erwarten war, waren am heutigen Tag mehr Gegendemonstranten als Nazis auf den Straßen: Laut Schätzungen haben rund 10.000 Personen an der offiziellen Gegenkundgebung auf dem Hamburger Rathausplatz teilgenommen und 4400 Menschen blockierten die Route der Hirnlosen in Wandsbek. Danke für diese erneute und öffentliche Demonstration, dass die ewig Gestrigen keinen Platz in der Moderne haben!
Augenscheinlich haben die beiden Mitteilung außer der Beteiligung des rechten Rands wenig miteinander gemein. Vergleicht man aber die Zahlen, dann stellt man erstaunliches fest: In den 120 Burschenschaften in Deutschland sind rund 10.000 Studenten organisiert (Quelle ist erneut der Artikel der Frankfurter Rundschau); in Hamburg gehen eben so viele Menschen gegen rechtes Gedankengut auf die Straße. Was für ein Zufall diese Zahl am selben Abend in zwei so unterschiedlichen, aber dennoch verwandten Zusammenhängen zu lesen. Es gibt auf jeden Fall Hoffnung, dass allein in Hamburg mehr Menschen für ein buntes Miteinander auf die Straße gehen als dass sich deutschlandweit Männer in elitären Grüppchen zusammenrotten, um in diesen die Welt unter sich aufzuteilen.
Welches Geistes Kind die Deutsche Burschenschaft ist zeigt sich jetzt, ein Jahr später, mehr als deutlich. Unter der Überschrift "Offiziell rechtsextrem" lässt sich in der Frankfurter Rundschau folgender Satz lesen: "[...] sie hat gleich zum Auftakt ihres alljährlichen Burschentages in Eisenach einen rechtsextremen Funktionär im Amt bestätigt. Sie rückt jetzt auch ganz offiziell nach rechts." Die also, die damals nur "Einzelmeinungen" absonderten und nicht für den gesamten Verband sprachen, werden nun wieder als Funktionäre des Verbandes bestätigt. Irgendwie steht hier die Aussage in keinem logischen Zusammenhang zur Handlung. Aber so ist das halt mit verbohrten Ideologien...
Der liberale Flügel kündigt, wie vor einem Jahr, auch Angesichts dieses "Fauxpas" erneut die Abspaltung an. Ich vermute, auch hier werden den Worten keine Taten folgen. Es wirkt eher so, als versuche man die "Ehre" zu retten indem man nach außen signalisiert, dass "ja nicht alle so schlimm sind." Falls also wirklich mehr hinter den Aussagen stehen sollte, dann glaube ich dies erst, wenn die Spaltung erfolgt ist und sich die Spalter öffentlich von der rechten Deutschen Burschenschaft distanzieren. Alles andere ist nur inhaltsleere Augenwischerei.
Apropos Rechte: In Hamburg marschierten heute einige hundert rechte Vollpfosten für den "Tag der deutschen Zukunft". Es waren sogar weniger Armleuchter anwesend als ursprünglich erwartet wurden. Bei der Blockade der Demonstrationsroute kam es vereinzelt zu Randalen (NDR) oder zu schweren Ausschreitungen (Frankfurter Rundschau), je nachdem welche Nachrichtenseite mensch ansteuert.
Wie zu erwarten war, waren am heutigen Tag mehr Gegendemonstranten als Nazis auf den Straßen: Laut Schätzungen haben rund 10.000 Personen an der offiziellen Gegenkundgebung auf dem Hamburger Rathausplatz teilgenommen und 4400 Menschen blockierten die Route der Hirnlosen in Wandsbek. Danke für diese erneute und öffentliche Demonstration, dass die ewig Gestrigen keinen Platz in der Moderne haben!
Augenscheinlich haben die beiden Mitteilung außer der Beteiligung des rechten Rands wenig miteinander gemein. Vergleicht man aber die Zahlen, dann stellt man erstaunliches fest: In den 120 Burschenschaften in Deutschland sind rund 10.000 Studenten organisiert (Quelle ist erneut der Artikel der Frankfurter Rundschau); in Hamburg gehen eben so viele Menschen gegen rechtes Gedankengut auf die Straße. Was für ein Zufall diese Zahl am selben Abend in zwei so unterschiedlichen, aber dennoch verwandten Zusammenhängen zu lesen. Es gibt auf jeden Fall Hoffnung, dass allein in Hamburg mehr Menschen für ein buntes Miteinander auf die Straße gehen als dass sich deutschlandweit Männer in elitären Grüppchen zusammenrotten, um in diesen die Welt unter sich aufzuteilen.
*Für eine friedliche und emanzipatorische Zivilgesellschaft*
Samstag, 2. Juni 2012
Gefährliche Zeiten
Der Bericht über die kanadische Provinz British Columbia, die Überlebenstipps für die anstehenden Zombieinvasion verbreiten, liegt nur wenige Tage zurück und ich beginne mich zu fragen, ob nicht langsam aus der Ironie ernst wird. Der tägliche Blick in die Zeitungen war wahrlich erschreckend.
Da ist ein kanadischer Pornodarsteller, der Leichenteile per Post verschickt. Dann gibt es einen Mann in Miami, der einen Obdachlosen anfällt und dessen halbes Gesicht verspeist. Und zu guter Letzt frisst ein Studierender in Baltimore Herz und Hirn seines Mitbewohners. Laut Frankfurter Rundschau könnte das erhöhte Gewaltpotential, zumindest in den beiden Fällen von Kannibalismus, im Zusammenhang mit einer neuen, synthetischen Droge stehen (siehe hierzu den letzten Link).
Heiliger Irgendwas, langweilen wir uns wieder derart zu Tode, dass der Tod zu einer attraktiven Freizeitbeschäftigung verkommt? Alle drei Meldungen kamen innerhalb der letzten Woche rein und ich hoffe inständig, dass dieses geballte Maß an Grausamkeit und Unmenschlichkeit nicht zur Regel wird.
Da ist ein kanadischer Pornodarsteller, der Leichenteile per Post verschickt. Dann gibt es einen Mann in Miami, der einen Obdachlosen anfällt und dessen halbes Gesicht verspeist. Und zu guter Letzt frisst ein Studierender in Baltimore Herz und Hirn seines Mitbewohners. Laut Frankfurter Rundschau könnte das erhöhte Gewaltpotential, zumindest in den beiden Fällen von Kannibalismus, im Zusammenhang mit einer neuen, synthetischen Droge stehen (siehe hierzu den letzten Link).
Heiliger Irgendwas, langweilen wir uns wieder derart zu Tode, dass der Tod zu einer attraktiven Freizeitbeschäftigung verkommt? Alle drei Meldungen kamen innerhalb der letzten Woche rein und ich hoffe inständig, dass dieses geballte Maß an Grausamkeit und Unmenschlichkeit nicht zur Regel wird.
Donnerstag, 31. Mai 2012
Gegen Hetze, Diffamierung und Verleumdung
Der "sachliche" PolitBlog Politically Incorrect (PI) ist schon länger als rechter Meinungs- und Scharfmacher bekannt, wie mensch unschwer auf den Seiten des Politbloggers feststellen kann. Wäre des Thema nicht so ernst könnte der RSS-Feed dieser Seite (ich meine jetzt Politblogger) ein schönes Anschauungsbeispiel für domestizierte menschliche Dummheit in bester realsatirischer Reinkultur sein. Leider meinen die Leute auf PI es aber ernst. Teilweise todernst.
Kein Wunder, dass die rechten Armleuchter sich auch in die wieder aufkeimende Sarrazin-Debatte einmischen. Kaum einer lässt lässt ein gutes Haar an ihn -- zum Beispiel Robert von Heusinger in der Frankfurter Rundschau oder Hans-Jürgen Jakobs in der Süddeutschen --, doch die rechten Hetzer von PI haben ein anderes Opfer gefunden. Im Gegensatz zu von Heusinger und Jakobs ist Mely Kiyak weiblich und deutsch-kurdische Abstammung.
Kiyak ist schon länger im Visier von PI und hat die Erfahrungen der gegen sie gerichteten Hetze in einem Artikel zusammengefast. In der aktuellen Sarrazin-Debatte ist sie auch wieder vertreten -- und wird von der rechten Seite scharf angegriffen.
Grund dafür ist ein Kommentar, der in der Berliner Zeitung und der Frankfurter Rundschau erschienen und in dem sie Sarrazin als "lispelnde, stotternde, zuckende Menschenkarikatur" (an dieser Stelle sei auf Wikipedia verwiesen, weil der Kommentar online derzeit nicht aufzufinden ist) beschriebt. Diese Darstellung ist nicht nur streitbar, sondern auch höchst unschön, denn Sarrazins körperliche Auffälligkeiten resultieren aus einer Tumor-OP, die seine rechte Gesichtshälfte teilweise lähmte. Laut eigener Aussagen war dies der Autoren zum Zeitpunkt der Abfassung nicht bewusst gewesen, wofür sie sich öffentlich entschuldigte:
"[...] Meine Intention war zu keinem Zeitpunkt, ihn persönlich herabzusetzen. Thilo Sarrazin erscheint als Diskutant ungewöhnlich und erfordert aufgrund seiner Sprache, Gestik und Mimik Toleranz und Rücksichtnahme. Selbst verweigert er aber diese Rücksichtnahme und Toleranz hinsichtlich Erscheinungsbild, Lebensformen, Herkunft und Disposition Anderer. Mir ging es darum, auf seine eigenen – nicht körperlich bedingten – Unvollkommenheiten in seinem Auftritt hinzuweisen; wie ich jetzt finde, mit unzulässigen Mitteln. Wenn ich den physiologischen Hintergrund gekannt hätte, hätte ich das Bild nicht gewählt. Ich bedauere das sehr! [...]" (Hier geht's zur Quelle)
Die Wortwahl in Bezug auf Sarrazin ist wahrlich nicht schön und hätte besser niemals das Licht der Welt erblickt; aber man darf auch nicht vergessen mit welchem Hass und welcher Vehemenz der rechte Rand insbesondere gegen engagierte und teilhabende Minderheiten hetzt sobald sie sich in die Öffentlichkeit "wagen". PI beispielsweise tituliert Frau Kiyak mit folgenden Worten:
Was fällt dieser Kurdenschnecke eigentlich ein, deutsche Staatsbürger zu beleidigen.
Die Drecks-Türkenschlampe soll sich bloß aus Deutschland entfernen, sonst schlagen wir sie tot. Raus mit dem fremdvölkischen Ungeziefer aus Deutschland … (zitiert nach dem Schockwellenreiter, weil ich wirklich nicht auf PI verlinken will)
Von Seiten PIs wird wohl auch nie eine wie auch immer geartete Entschuldigung kommen. Und die Morddrohung ... naja, das war doch nur Spaß, die Beißen doch nicht. Die wollen nur Spielen.
Okay, mal alle Ironie und allen Sarkasmus bei Seite und Tacheles:
(1) Der Diskussionsstil und die Umschreibung von Thilo Sarrazin sind böse, gehen zu weit und gehören entschuldigt. Dies ist geschehen.
(2) Der Umstand der verbalen Entgleisung in einem erregten Moment -- ja, man kann auch Texte sehr erregt schreiben und wenn dann die Redaktion pennt und niemand den oder die Autorin auf ihren inhaltlichen Fehler hinweist, dann wird auch ein erregter Text gedruckt; ist ja nicht so, dass man ewig und drei Tage für einen Kommentar Zeit hätte -- rechtfertigt aber bei weitem keine Mordandrohung, keine sexistische Diffamierung oder menschenunwürdige Herabsetzung! Frau Kiyak hat sich in ihren Worten vergriffen, keine Frage, aber eine derartige Behandlung hat niemand verdient. Es ist eine Schade für die Menschheit, dass es immer noch Idioten gibt, die sich an sowas willkürlichem wie Herkunft, Nationalität oder Geschlecht festbeißen und daraus eine Hierarchie ableiten, an deren Spitze sie natürlich Weise selber stehen, womit alle anderen automatisch zu Untermenschen werden.
Hier also meine Meinung dazu:
- Ich erkenne die Veranlagung des Menschen, Fehler zu machen, an und akzeptiere Entschuldigung;
- ich erteile Rassismus und Nationalismus eine klare Absage;
- ich solidarisiere mich mit Frau Kiyak trotz ihrer streitbaren Aussagen, weil die Welle an Hass, die ihr nicht erst seit ihren streitbarem Zitat entgegen schlägt, keinem Menschen niemals mehr auf dieser Welt verschlingen sollte.
Für eine zivile, friedliche und gerechte Weltzivilgesellschaft! Wehret den Anfängen bevor die Welt erneut brennt.
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